EINE KLEINE ERFOLGSGESCHICHTE

 

Eine kleine Erfolgsgeschichte von „German Help“

 

Eine Dame von 77 Jahren, nennen wir sie einfach Frau „X“, kam vor circa acht Jahren zusammen mit ihrem Mann nach Thailand, um mit ihrem Sohn in Pattaya zu leben.

Leider verstarb der Ehemann vor etwa vier Jahren und letzten Dezember verstarb auch der Sohn der Dame, vermutlich an einem Herzversagen.

Daraufhin setzte sich Frau X im Juni 2007 auf ihr Bett und wartete auf den Tod. Drei Tage lang aß sie weder noch trank sie etwas. Die Nachbarn haben sie so aufgefunden und versuchten, ihr etwas zu trinken zu geben, was sie aber ablehnte.

Daraufhin informierte eine Nachbarin den Hausvermieter, der schnellstens veranlasste, dass Frau X ins Krankenhaus kam, wo man Nierenversagen feststellte. Eine Anzahlung wurde von den Ersparnissen der Frau gemacht, doch es war abzusehen, dass die Mittel bald ausgeschöpft sein würden.

Franziska Chawla, die Leiterin des Büros vom Deutschen Hilfsverein, besuchte Frau X im Krankenhaus. Die Frau war völlig apathisch und antwortete kaum hörbar und nur einsilbig. Jedoch schien sie Fragen zu verstehen. Frau X war damals nicht in der Lage, über ihre Zukunft zu entscheiden.

Frau Chawla organisierte daher den Transfer in ein Pflegeheim nach Bangkok, deren monatliche Sätze im Budget der Kranken liegen. Da sie täglich besucht wurde, blühte Frau X regelrecht auf. Bald machte sie sogar wieder Späße.

Ihre körperlichen Beschwerden wurden nach und nach besser. Sie konnte allmählich wieder selbst essen, schreiben und lesen. Sie hatte auch telefonisch Kontakt mit ehemaligen Nachbarn und Freunden in Deutschland aufgenommen und ihre Kontoauszüge aus Deutschland angefordert.

Mitglieder der Besuchsgruppe überredeten sie, zur Krankengymnastik zu gehen. Trotz der Schmerzen in den Knien begann sie mit Gehübungen; so rüstete sie sich langsam auch für den Rückflug.

Da Frau X kein Thailändisch sprach, erledigten deutsche Helfer ihre Angelegenheiten im Krankenhaus und kümmerten sich um die Abwicklung der Abrechnung.

Ihre Freunde aus Deutschland boten an, eine Wohnung für sie zu suchen und damit konnte die Rückkehr nach Deutschland geplant und durchgeführt werden.

Frau X flog im April nach Deutschland, wurde von ihren Freunden abgeholt und kommt nun mit Hilfe eines Rollators zurecht. Sie erhält täglich „Essen auf Rädern“, und auch ihre Freunde kommen regelmäßig jeden Tag.

Inzwischen unterzog sich Frau X einer Knieoperation und sie hofft, dadurch bald wieder „auf die Beine“ zu kommen. Dr. Rainer Rohbeck , ein Mitglied des Deutschen Hilfsvereins, hat sie in Deutschland besucht und festgestellt, dass sie wieder glücklich ist.

Claudia Schober und Franziska Chawla

7. Jahrgang, Ausgabe Nr. 36,2. - 8. September 2008

http://www.pattayablatt.com/322/Thailand.shtml  
9. September 2008

 
 
© Deutscher Hilfsverein Thailand e.V. - Webdesign by EuroThai Communication Co., Ltd.