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Weil sie den Urlaub so positiv erlebt haben, entscheiden sich viele, ihren Lebensmittelpunkt nach Thailand zu verlegen
Thailand ist in diesem Sinne kein Auswanderungsland. Das heißt – Sie ziehen von Deutschland weg, sind dann aber praktisch heimatlos. In Thailand gelten Sie als Fremder. In der Regel wollen Deutsche ja auch nicht Thailänder werden und damit ihre deutsche Staatsangehörigkeit aufgeben.
Das Beantragen der thailändischen Nationalität ist ein äußerst langwieriger Prozess, der von vielen Voraussetzungen abhängig ist. Man muss nachweislich mindestens fünf Jahre lang mit einem Non-Immigrant Visum in Thailand gelebt haben. Einkommens- und Vermögensverhältnisse werden genau geprüft. Selbstverständlich sind ausgezeichnete thailändische Sprachkenntnisse erforderlich. Es kann bis zu vier Jahre dauern bis über den Antrag entschieden wird.
Wie Sie ein Non-Immigrant Visum bekommen können, erfragen Sie bei der thailändischen Botschaft oder Konsulat in Deutschland. – Diese Art Visum muss man bereits im Heimatland beantragen, später kann man es dann in Thailand verlängern, ohne das Land zu verlassen, sofern die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt sind
Wenn Sie kein Non-Immigrant-Visum bekommen, können Sie niemals die thailändische Staatsangehörigkeit erhalten. Sie können dann höchstens eine befristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Unter diesen Bedingungen ist ein Daueraufenthalt recht schwierig.
Ob man ein Non-Immigrant-Visum bekommt, hängt vor allem ab vom Alter und der Höhe eines regelmäßigen Einkommens, das nachgewiesen werden muss durch Bankunterlagen, eine Bestätigung der Botschaft oder die Steuererklärung des Arbeitgebers zusammen mit dem Arbeitsvertrag und Arbeitserlaubnis.
Als Tourist lebt man in Thailand am besten; dann hat man tatsächlich nur mit den Sonnenseiten zu tun. So genügt eine Reiseversicherung, die in der Regel recht preisgünstig ist.
Sicher ist, dass Thailand im Urlaub und bei Langzeitaufenthalt anders erlebt wird. Die Bedingungen sind grundverschieden.
Bei Langzeit-Aufenthalten kommt man nicht umhin, Behördengänge zu machen. (Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis – es kann zu Streitigkeiten mit Nachbarn, Angestellten, anderen Verkehrsteilnehmern oder Verwandten kommen,…) Wenn man die thailändische Sprache nicht beherrscht, ist man auf die Hilfe einer Vertrauensperson angewiesen.
Es gibt kein soziales Netz für Deutsche im Ausland. Keine Organisation kommt für anfallende Kosten auf, auch nicht in Notfällen. Die Botschaft kann lediglich den Kontakt zu Angehörigen herstellen, mit der Bitte in der Notlage zu helfen. So können akute schwere Erkrankungen oder Unfälle oder auch Rechtsangelegenheiten eine Familie in den Ruin treiben.
Man sollte unbedingt vermeiden, alle Brücken in der alten Heimat abzubrechen. Eine Krankenversicherung in Deutschland und einen Wohnsitz bei Kindern/Eltern oder Freunden zu behalten, ist sicherlich sinnvoll.
Aufenthaltsgenehmigung
Die Aufenthaltsbestimmungen scheinen übersichtlich, doch vieles steht im Ermessen der einzelnen Beamten, und daher gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Alles was Sie übers Internet erfahren, kann im Einzelfall ganz anders aussehen. Eine wichtige Bedingung bei allen Visaanträgen ist der Einkommensnachweis. Die Bestimmungen für das Mindesteinkommen werden immer weiter in die Höhe geschraubt.
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